Ausgangspunkt des Seminars ist die Annahme, dass individuelle Beratungsanliegen stets im Kontext gesellschaftlicher Großwetterlagen zu verstehen sind.
Soziologische Überlegungen (z.B. von Hartmut Rosa oder Andreas Reckwitz) zeigen, wie der Mensch zwischen den verheißungsvollen Errungenschaften der Moderne und den damit einhergehenden
Überforderungen, Spaltungen und Verlusten steht.
Es ist für Beraterinnen und Berater wichtig, die Wucht dieses gesellschaftlichen Rahmens zu verstehen, damit sie die Anliegen der Ratsuchenden nicht fälschlicherweise individualisieren.
In einem zweiten Schritt geht es darum, wohin sich Menschen (nicht nur in Krisensituation) entwickeln können. Sowohl bezüglich der Pathologien der Moderne als auch bezüglich der Fragen eines guten Lebens müssen Berater und Beraterinnen sprachfähig sein.
Beratung - und dies ist ein dritter zentraler Gedanke der Fortbildung - wird dabei zu einem „Andersort“ an dem Menschen schon einmal ausprobieren und erleben können, welche Art zu leben ihnen guttut.
Literatur:
Hutter, Christoph (2026). Praxishandbuch Familienberatung.
Eine Theorie psychosozialer Beratung. Springer
Hutter, Christoph (2026). Praxishandbuch Familienberatung.
Eine Theorie psychosozialer Beratung. Springer
Groinig, Maria, Hutter, Christoph, Meschik, Markus & Heimgartner,
Arno (Hrsg). (2027). Szenische Inhaltsdiagnostik.
Ein Ansatz zum Verstehen komplexer Problem- und Lebenslagen.
Arno (Hrsg). (2027). Szenische Inhaltsdiagnostik.
Ein Ansatz zum Verstehen komplexer Problem- und Lebenslagen.
LIT.
Referent

Quelle: Christoph Hutter
Dr. Christoph Hutter
* 1969, Dr. theol., Dipl. Pädagoge, Psychodramatiker (DFP),
EFL-Berater (BAG), Supervisor und Lehrsupervisor (DGSv), Leiter des Referats für Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatung im Bistum Osnabrück, Ausbilder und Supervisor für Psychodrama und Familienberatung, Publikationen zum Psychodrama und zur Beratungsarbeit.
EFL-Berater (BAG), Supervisor und Lehrsupervisor (DGSv), Leiter des Referats für Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatung im Bistum Osnabrück, Ausbilder und Supervisor für Psychodrama und Familienberatung, Publikationen zum Psychodrama und zur Beratungsarbeit.
Organisatorische Hinweise
Kursgebühr 280 €
Übernachtung und Verpflegung 280€
Verpflegung (Mittagessen/Getränke) 90€
Verpflegung (Mittagessen/Getränke) 90€



